Mein Weg zum Qi Gong
Alles begann 1998 mit meiner Schwester und ihrer Diplomarbeit zum Thema Buddhismus. Ich wurde neugierig – mich interessierte die Erkenntnislehre. Ich las viel und probierte mich in den verschiedenen Meditationsformen, fand meine Heimat im Theravada-Buddhismus. Die Übung der Einsicht (Vipassana), die Dinge zu sehen, wie sie sind und nicht, wie ich sie gerne hätte & Metta-Meditation (liebende Güte) haben hier ihren Ursprung. Ich bin keine Buddhistin.
Achtsamkeit, mir und anderen gegenüber, war der Ausgangspunkt meines Übungsweges und diese zu leben, ist bis heute die größte Herausforderung.
2001 kam ich auf einem Meditationsretreat mit Qi Gong in Kontakt. Ein Jahr später mit Yoga. Ich machte mich auf die Suche nach einer Yogaschule in Linz und übte Yoga. Jedoch ließ mich Qi Gong nicht los und 2006 entdeckte ich dann in Linz „meine“ Lehrerin Alexandra Gusetti.
Ihr Ansatz hob sich von anderen Schulen ab: es ging nicht um die äußere Form, sondern um die innere Bewegung. Es ging um die Entdeckung des Qi. Und es ging um die Welt der Meridiane.
Im Rahmen meiner Shiatsu-Ausbildung lernte ich DO IN kennen, eine japanische Übungsform. DO/DAO = der Weg und IN = YIN, Substanz, innere Ruhe, Gesundheit.
Konkret: Die Verbindung einer Übung mit der Energie eines Meridians und der Funktion eines Organs.
Und wiederum ging es nicht um die äußere Form.
Somit startete ich in die nächste intensive Ausbildung und beschäftigte mich mit DO IN. Ich entdeckte meinen Körper auf einer neuen Ebene, lernte das Erspüren meiner Organe und Meridiane. Und stellte am Ende meiner Ausbildung fest, dass DO IN und Qi Gong denselben Weg – den Weg des Qi – mit unterschiedlichen Übungen gehen.
In dieser Zeit las ich ein Buch meiner Qi Gong Lehrerin Alexandra. Für einige Jahre war Qi Gong in den Hintergrund gerückt. Als ich das Buch las, spürte ich, dass es an der Zeit war, den Weg des Qi Gong wieder aufzunehmen.
Nach traditioneller Form im Einzelunterricht habe ich meine Qi Gong Ausbildung abgeschlossen. Jedoch nicht meinen Weg. Regelmäßiger Einzelunterricht ist Teil meines Lebens geworden und wird es bleiben.



